Sobald mehr als ein oder zwei Fahrzeuge gleichzeitig laden sollen, wird die verfügbare elektrische Anschlussleistung schnell zum limitierenden Faktor. Lastmanagement löst genau dieses Problem.

Das Grundproblem beim Laden mehrerer Fahrzeuge

Jeder Ladepunkt kann theoretisch mit voller Leistung laden — in der Praxis reicht der Netzanschluss eines Gewerbestandorts aber selten aus, um alle Ladepunkte gleichzeitig mit maximaler Leistung zu versorgen. Ohne Steuerung droht entweder eine Überlastung oder ein teurer Netzausbau.

Wie Lastmanagement funktioniert

Ein Lastmanagementsystem verteilt die tatsächlich verfügbare Ladeleistung dynamisch auf alle aktiven Ladevorgänge. Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Die maximale Kapazität des Netzanschlusses.
  • Geplante Abfahrtszeiten einzelner Fahrzeuge.
  • Priorisierung bestimmter Fahrzeuge nach betrieblichem Bedarf.
  • Gleichzeitiger Strombedarf anderer Verbraucher am Standort.
Lastmanagement sorgt dafür, dass am Ende des Tages alle Fahrzeuge geladen sind — nicht, dass alle gleichzeitig mit voller Leistung laden.

Zusammenspiel mit Solarstrom

Besonders wirkungsvoll wird Lastmanagement in Kombination mit einem Solar-Carport: Das System kann Ladevorgänge bevorzugt in Zeiten mit hohem Solarertrag legen und so den Anteil an selbst erzeugtem Ladestrom deutlich erhöhen.

Fazit

Lastmanagement ist keine Kür, sondern für die meisten Firmenflotten ab wenigen gleichzeitig ladenden Fahrzeugen eine technische Notwendigkeit. Es macht den Unterschied zwischen einem teuren Netzausbau und einer wirtschaftlich sinnvollen Ladelösung.